Bodac Minenräumung und Kampfmittelräumung in der Ostsee

Bodac Mine clearance and ordnance disposal operations in Baltic Sea

Zeitschrift des Institute of Explosive Engineers September 2018.

In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Seeregion für umfangreiche militärische Aktivitäten wie die Waffen- und Munitionspraxis vieler benachbarter baltischer Staaten genutzt. Dies hat zu einer umfangreichen explosiven Kontamination in der Ostsee geführt, die sich auf die geplanten Leitungen der Unterwasser-Pipeline-Infrastruktur ausgewirkt hat, daher die Forderung nach einem effizienten und effektiven Sprengstoff-Beseitigungsverfahren (EOD).

Der Schlüssel zum Projekterfolg bestand darin, sicherzustellen, dass die geophysikalischen Unterwasseruntersuchungsdaten vor und nach den Unterwasserbeseitigungsvorgängen genau waren, sodass die Ziele von Interesse korrekt identifiziert und die UXO-Gefahren entlang der geplanten Pipelinetrassen beseitigt werden konnten. Die Projektintegration zwischen N-Sea, BODAC und den anderen Durchführungspartnern war ebenfalls eine wesentliche Voraussetzung. Die Teams hatten eine risikobasierte Methodik erstellt und bewährte Praktiken angewandt, um das relevante Qualifikations- und Kompetenzniveau sicherzustellen.

BODAC B.V. ist ein Unexploded Ordnance (UXO) Dienstleistungsunternehmen, spezialisiert auf UXO-Risikomanagement, historische Forschung, Archäologie, Vermessung und Detektion an Land und unter Wasser. Im Unterwasserbereich führen sie routinemäßig geophysikalische Vermessungs-, Tauch- und Detektionsaktivitäten durch und waren kürzlich in der Ostsee aktiv. Der niederländische Offshore-Dienstleister N-Sea war im Rahmen des Nord Stream 2 Projekts an der Installation von Pipelines im finnischen Teil der Ostsee beteiligt. Dies ist Teil der geplanten Nord Stream 2 Route für die Unterwasserpipelines, die die Hoheitsgewässer und ausschließlichen Wirtschaftszonen Russlands, Finnlands, Schwedens, Dänemarks und Deutschlands durchqueren werden.

Klicken Sie hier für den Artikel "Unterwasser EOD in der Ostsee" von Auke Van der Velde MIExpE.