Historische erkundung Konventionelle Kampfmittel Transportsysteme und Pumpstationen Noord

kragten

Auftraggeber:     Kragten
Durchführung:   2017

Die Historische erkundung für das Projekt Transportsysteme und Pumpstationen Noord betraf fünf Teilgebiete in der Betuwe, wo der Wasserverband Rivierenland an einzelnen Kläranlagen Arbeiten vornehmen wird. Die Gesamtlänge der Strecken beträgt 20 km. In der Voruntersuchung bzw. der historischen Untersuchung, wurde geprüft, inwieweit das Projektgebiet durch die Kriegshandlungen im Zeitraum 1940-1945 betroffen gewesen ist. De Betuwe war im Zweiten Weltkrieg eines der am schwersten getroffenen Gebiete. Unter anderem wurden Ochten, Opheusden und Zetten so stark beschädigt, dass die Bewohner mehrere Monate nach dem Krieg warten mussten, bevor sie zurückkehren konnten. Die Betuwe hatte ab September 1944 bis zum Ende des Krieges im Mai 1945 in der Frontlinie gelegen. Abgesehen von diesen Kriegshandlungen hatte die Betuwe auch noch lange unter Wasser gestanden: Anfang Dezember 1944 ließen die Deutschen den Rijndijk sprengen, sodass der Bereich zwischen Tiel und Elst überflutet wurde. Durch das Wasser wurden nicht nur die Alliierten und deutschen Truppen aus dem Gebiet vertrieben, sondern es wurden auch viele Kriegsspuren wie Krater beseitigt. Dies machte die Interpretation von Luftbildern aus 1945 zu einer echten Herausforderung.